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DBT - Ein therapeutisch/pädagogischer Ansatz für Kinder?

Wir wollen Ihnen hier einen fachlichen Ansatz vorstellen, der helfen kann, dass tiefste emotionale Wunden (Traumata) verheilen (nicht verschwinden!):

Dieser therapeutische Ansatz ist mit Marsha Linehan verbunden und wird hauptsächlich in der ambulanten und stationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Arbeit zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung angewandt.

Die Dialektik liegt im Versuch eine Balance zu finden zwischen Strategien des Verstehens und Wertschätzens, sowie der Veränderung. Die am Verhalten orientierten (eher kognitiven) Interventionen sind ein Mix unterschiedlicher Therapieformen und meditativer Übungen.

In der Arbeit unserer sozialpsychiatrischen Wohngruppen Nahdran und Mittendrin, nutzen wir diesen Ansatz seit vielen Jahren in der pädagogischen Arbeit.




Uns beschäftigt gerade - parallel zu den bei uns aktuell laufenden Fortbildungen - insbesondere die konzeptionelle Weiterentwicklung und mögliche Nutzung von DBT für Kinder.


Was ist DBT?

Die Dialektisch -Behaviorale Therapie (DBT) wurde von Marsha M. Linehan ursprünglich für die ambulante Behandlung chronisch suizidaler Borderline-Patientinnen entwickelt. Die Überlegenheit der DBT gegenüber herkömmlichen und unspezifischen Behandlungsmethoden kann durch mehrere randomisierte und kontrollierte Studien belegt werden und gilt als das empirisch am besten gesicherte Konzept zur Behandlung der Borderline-Störung. Mit der Dialektisch-Behavioralen Therapie liegt ein richtungsweisendes Konzept vor, das durch seine dynamisch hierarchisierende Behandlungsstrukturen sowohl die notwendigen professionellen Hilfestellungen als auch die wechselnden psychischen und sozialen Bedingungen von Betroffenen berücksichtigt, ohne die Orientierung im therapeutischen Prozess zu verlieren. Um den Anforderungen einer störungsspezifischen Behandlung gerecht zu werden, werden sowohl neurobiologische, psychologische als auch soziale Faktoren für die Theorieentwicklung herangezogen.

Die DBT beinhaltet eine Vielzahl von Strategien und Techniken aus verschiedenen Therapieschulen, die teilweise aus heterogenen Richtungen stammen, sowie fernöstliche Meditationstechniken. Die Wirksamkeit dieser meditativen Techniken konnte 1994 von Kabat-Zinn nachgewiesen werden. Ebenso zählen Kontingenz-Management, Expositionstraining, Problemlösung, kognitive Umstrukturierung und die Bereiche des Skills-Trainings zu den empirisch abgesicherten kognitiven und verhaltenstherapeutischen Standardtechniken. Neben dieser breiten Palette verhaltenstherapeutischer Behandlungsinterventionen bilden Elemente von humanistischen und körperorientierten Therapieformen, der Gestalttherapie, Hypnotherapie sowie Betrachtungsweisen und Übungen aus dem Zen-Buddhismus die Grundlagen der DBT.

Die verschiedenen Techniken und Behandlungsstrategien wurden unter Berücksichtigung der störungsspezifischen Anforderungen modifiziert und adaptiert. Dadurch unterscheidet sich die DBT von den herkömmlichen Therapieverfahren und weist eigenständige Charakteristika auf.

In diesem Sinne ist die DBT als eine Werkstatt (factory) zu sehen, die ständig bestrebt ist, neues Wissen in bestehende Methoden zu integrieren und diese weiterzuentwickeln. Sie versteht sich aber auch als ein Netzwerk, das sowohl im ambulanten als auch im stationären Setting für eine strukturierte Kooperation konzipiert ist.

Quelle: hier



























Die DBT umfasst die folgenden Elemente:

  • Einzeltherapie
  • Fertigkeitentraining in der Gruppe
  • Telefonkontakt im Notfall
  • regelmäßige Intervision der Therapeuten.

Insbesondere das Fertigkeitentraining in der Gruppe wird von uns schon länger in der pädagogischen Arbeit angewendet.

Was ist Skills-Training?

Das Skills-Training (Fertigkeitentraining) in seiner erweiterten Form ist ein störungsspezifisches Behandlungsprogramm für PatientInnen mit Borderline- Störung und Posttraumatischer Belastungsstörung. Im Skills- Training liegt die Betonung einerseits im Erwerb bestimmter Fertigkeiten, um Defizite auszugleichen bzw. Stabilität zu erlangen, andererseits bereits vorhandene Fertigkeiten und Ressourcen zu aktivieren und anzuwenden. Das Training im herkömmlichen Sinn dient u.a. der Vermittlung von Skills, die helfen, belastende Verhaltens-, Gefühls- und Denkmuster zu verändern. Wirksame Strategien und Techniken werden in den Modulen Achtsamkeit, Emotionsregulation, Stresstoleranz und Zwischenmenschliche Skills beschrieben. Spezielle Methoden zur Aufmerksamkeitsfokussierung, Emotionsregulation, Spannungsregulation und Umgang mit Schmerz und Dissoziation werden als störungsspezifische Behandlungsform, unter Berücksichtigung der jeweiligen Anforderungen, erarbeitet und trainiert.

Quelle: hier


Wir haben hier einige weitere Materialien bzw. Links zusammengestellt:

  • Informationen des Dachverbandes Dialektisch-Behaviorale Therapie e.V. finden Sie hier.
  • Einen weiteren Überblicktext finden Sie hier.
  • Viele Hinweise auf Materialien und Erläuterungen finden Sie hier.
  • Eine Abwandlung des Konzepts für Jugendliche (DBT-A) wird hier beschrieben:
  • Den Fachartikel "Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung mit der Dialektisch Behavioralen Therapie nach M. Linehan" finden Sie hier im Netz.
  • Auch auf der Seite der Charité in Berlin erfahren Sie hier mehr zu dem Ansatz.
  • Zum Thema Borderline gibt´s hier weitere Infos.
  • Viele Informationen aus der Psychiatrie finden Sie hier.
  • Der Diagnoseschlüssel ICD-10 steht hier im Netz.
  • Informationen und Links zum Thema transkulturelle Psychiatrie gibt es hier im Netz.



Stand: April 2010
Diese Seite werden wir nicht fortlaufend aktualisieren. Die Links und Hinweise könnten deshalb nicht mehr auf den neuesten Stand sein.



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