Bilderleiste
Aufnahmeanfrage

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle unsere Ideen zum Aufnahmeverfahren im Bereich der Hilfen zur Erziehung vorstellen.

Über den Bewerbungsweg für unsere berufspädagogischen Angebote informiert Sie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter Herford. Anfragen zu unseren Betreuungsangeboten (Kindergarten, Schulbetreuung) richten Sie bitte direkt an die jeweiligen Einrichtungen.

Da unsere Angebote im Bereich der erzieherischen Hilfen immer einen Prozess der Hilfeplanung mit dem örtlichen Jugendamt voraussetzen, fragen in der Regel die jeweils zuständigen Mitarbeiter/innen der Jugendämter bei uns an.

1. Ihre Anfrage

Wir bieten Ihnen zentrale Ansprechpartner für Ihre Anfragen:

stationäre Angebote:
Frau Dröll, Telefon: 05221 - 960 216
Email: droell@ejh-schweicheln.de



Informationen zu unseren Wohnangeboten (sortiert nach Geschlecht, Betreuungsintensität, Wohnform oder fachlichem Schwerpunkt) finden Sie hier.



ambulante und teilstationäre Angebote:
Herr Litschel, Telefon: 05221 - 960 320
Email: litschel@ejh-schweicheln.de



Informationen zu unseren ambulanten und teilstationären Angeboten finden Sie hier.



Sie können sich selbstverständlich auch über unsere Zentrale (Telefon: 05221 - 960 960) an uns wenden. Natürlich können Sie sich auch bei den Ihnen bekannten Angeboten direkt melden, um so eine Aufnahmeanfrage zu starten.

Anhand eines standardisierten Anfragebogens werden dann beim telefonischen Erstkontakt die wichtigsten Daten erfasst. Neben dem Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Kindes bzw. Jugendlichen werden der familiäre Hintergrund, die Gründe für die Fremdunterbringung sowie die Unterbringungswünsche und -vorstellungen des Jugendamtes, sowie des Jugendlichen und der Personensorgeberechtigen abgefragt. Das Jugendamt wird beim telefonischen Erstgespräch gebeten, wenn möglich, einige aussagekräftige Unterlagen zuzusenden oder zu faxen. Dies können beispielsweise Hilfeplanprotokolle, Stellungnahmen aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder ähnliche aussagekräftiges Material sein.

Wichtig ist hierbei, dass vorher die Frage des Datenschutzes geklärt ist.

Da Berichte immer nur die Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellen und immer auch einem Zweck dienen, gehen wir kritisch mit den enthaltenen Beschreibungen und Zuschreibungen um. Bei Fragen ist uns der aktuelle persönliche Eindruck wichtiger. Bei den Berichten achten wir streng auf den Datenschutz.

Egal wie Sie uns erreichen, wir sichern Ihnen eine zeitnahe weitere Bearbeitung Ihrer Anfrage zu. So trifft sich für die stationären Anfragen zweimal die Woche (dienstags und freitags, sowie bei Bedarf) eine Aufnahmerunde.

2. Gemeinsame Beratung

Für uns sind Aufnahmeanfragen Beratungsprozesse.

Die notwendigen ersten Informationen für unsere internen Beratungen erfragen die zentralen Ansprechpartner bei den Anfragern wie oben beschrieben.

Durch die Aufnahmerunde wollen wir möglichst viel unseres internen „know hows“ für diesen Beratungsprozess nutzen. Wir versuchen hierbei Ihre Kenntnis des jungen Menschen mit unserer Kenntnis der aktuellen Möglichkeiten unser Einrichtung zu einem sinnvollen Vorschlag zu verbinden. Dabei sind wir auch offen für kreative, am individuellen Hilfebedarf orientierte Lösungen. Falls notwendig beziehen wir in den konkreten Beratungsprozessen auch psychologisches Wissen ein oder Kenntnisse aus unserem Bereich Berufliche Integration, sowie den örtlichen Schulen.

Dies ganze ist für uns ein dialogischer Prozess mit Ihnen. Ein konkreter Ansprechpartner aus der Aufnahmerunde begleitet Sie in diesem Prozess als fester Ansprechpartner. Durch diese Organisation sind wir auch in der Lage zeitnah Entscheidungen zu treffen.

3. Direkter Kontakt

Für einen Erfolg jeder Maßnahme ist die Sicht der Kinder und Jugendlichen sowie der Sorgeberechten zentral. Deren Einbeziehung kann grundsätzlich auf zwei Wegen erfolgen: Entweder wir kommen erst zu Ihnen oder Sie kommen direkt zu uns.

Wir bieten Ihnen also an - falls dies im Einzelfall sinnvoll und notwendig ist -, zu Ihnen zu kommen, um mit den Beteiligten vor Ort zu sprechen. Dies kann z. B. sinnvoll sein, wenn es noch keine konkrete Idee für ein Angebot bei uns gibt und hier ein persönliches Gespräch helfen kann, oder wenn es gilt, Ängste vor Jugendhilfemaßnahmen abzubauen.

Ansonsten wäre der nächste Schritt das Vorstellungsgespräch in dem von uns vorgeschlagenen konkreten Angebot.

4. Gemeinsame Entscheidung

Ziel des Vorstellungsgesprächs in einem konkreten Angebot ist es, die gemeinsame Entscheidungsfindung aller Beteiligten (Kind bzw. Jugendlicher, Familie und evtl. andere Sorgeberechtigte, Jugendamt und Einrichtung) zu ermöglichen. Gegenseitiges persönliches Kennenlernen, Klärung offener Fragen und ein anschauen der Örtlichkeiten sind dabei besonders wichtig. Am Ende des Vorstellungsgesprächs muss nicht die verbindliche Entscheidung aller Beteiligten stehen.

Es ist uns wichtig, dass gerade die Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit haben, ihre Eindrücke zu bedenken, um dann mit etwas Abstand eine bewußte Entscheidung zu treffen. Allerdings sollte eine zeitnahe Verabredung hierzu getroffen werden.

Die Entscheidung für unsere Einrichtung trifft grundsätzlich die zuständige Erziehungsleitung. Bei dieser Entscheidung ist uns die Sicht des Pädagogenteams besonders wichtig, da so bereits an dieser Stelle eine gute Basis für einen möglichst erfolgreichen pädagogischen Prozess gelegt werden kann. Bei unseren Angeboten in Lebensgemeinschaften haben für uns die pädagogischen Mitarbeiter/innen dieser familienanalogen Angebote das letzte Wort, da die Betreuung in ihrer Privatsphäre stattfindet.

In der Regel empfehlen wir kein Probewohnen bei unseren stationären Angeboten. Wir wünschen uns von allen Beteiligten gut überlegte Entscheidungen. Die Überlegungen müssen sich dann immer im Alltag bewähren. Damit dies gelingt, braucht es aus unserer Sicht klare Entscheidungen und genügend Zeit.

5. Konkrete Aufnahme

Ist die gemeinsame positive Entscheidung gefallen, wird das konkrete Aufnahmeprozedere bzw. der Start der Maßnahme individuell abgesprochen. Neben den vielen kleineren und größeren Fragen gehört auch eine Aktualisierung des Hilfeplans, und eine Kostenzusage dazu.

In einem aktuellen Hilfeplan werden die Ziele und Arbeitsaufträge konkret benannt. Diese Arbeitsgrundlage für alle Beteiligten ist aus unserer Sicht sehr entscheidend für den nun beginnenden gemeinsamen pädagogischen Prozess.

Bei der individuellen Gestaltung des „ersten Tages“ wollen wir der jeweiligen persönlichen Situation gerecht werden.




Seitenaufrufe: 990