Bilderleiste
Ehemalige

Liebe Ehemalige der Ev. Jugendhilfe Schweicheln!

Viele intensive Begegnungen, Erlebnisse und Entwicklungen verbinden uns.

Die gemeinsame Zeit in unseren Wohnangeboten, aber auch in den anderen Arbeitsfeldern unserer pädagogischen Arbeit, trägt über das formale Ende der Betreuung und Begleitung hinaus. Ihre ehemaligen Pädagoginnen und Pädagogen freuen sich von Ihnen zu hören! Wo Sie heute in unserer Einrichtung arbeiten, erfahren Sie in den Beschreibungen unserer Angebote.

Darüber hinaus freuen wir uns über weitere Rückmeldungen von Ihnen. Beim Sommerfest 2007 hat sich eine Gruppe Ehemaliger getroffen, die weiter miteinander im Kontakt bleiben wollen. Dies unterstützen wir gern.


Wir haben für Sie ein Forum eingerichtet, in dem Sie Ihre Fragen und Kontaktwünsche einstellen - und damit direkt austauschen - können.


Auf der Seite imheim.de finden Sie ein externes Forum für Ehemalige aus den verschiedensten Einrichtungen (allerdings mit vielen Werbeeinblendungen). Nach der Eingabe des Suchwortes "Schweicheln" finden Sie eine Reihe Berichte und Kontaktanfragen Ehemaliger der Ev. Jugendhilfe Schweicheln.




Unrecht und Leid in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre


In der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre haben Kinder und Jugendliche auch bei uns Unrecht erlitten. Peter Wensierski hat seit 2003 die Diskussion hierzu u.a. mit seinem Buch "Schläge im Namen des Herrn" (2006) neu belebt. Wir beteiligen uns aktiv an dieser Diskussion und dem Prozess der Aufarbeitung der Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren.



Die Position zweier Verbände der Erziehungshilfe, in denen wir mitarbeiten, finden Sie über die folgenden Links

Die Position unseres Trägers können Sie hier nachlesen. Dort steht u.a.:

"Wir müssen erkennen, dass im Diakonieverbund Schweicheln e. V. neben den vielen Kindern und Jugendlichen, die sich wohl bei uns gefühlt haben, auch Kindern und Jugendlichen Unrecht geschehen ist. Das bedauern wir ausdrücklich und entschuldigen uns für das aus heutiger Sicht erlittene Unrecht."

Sie finden hier die Empfehlung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages vom 26.11.2008 im vollen Wortlaut. In diesem Beschluss heißt es:

"Der Petitionsausschuss sieht und erkennt erlittenes Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1970 widerfahren ist und bedauert das zutiefst."



  • Hier finden Sie ein Interview mit Bischöfin Käßmann: "Eine Entschuldigung ist zu banal"
  • Die Sicht von Herrn Focke, der in unserer Einrichtung gelebt und leider Schwieriges erlebt hat, können Sie hier nachlesen.
  • In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sich der Vorsitzende des Rates der EKD, Präses Nikolaus Schneider, und der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, am 11. September 2011 zum Versagen der evangelischen Heimerziehung in den Nachkriegsjahren. Denn Text finden Sie hier.




Weitere
Presseveröffentlichungen
bezogen auf die Ev. Jugendhilfe Schweicheln




"Kurzer Abriss der Geschichte der Jugendhilfe Schweicheln"
von Eva-Maria Eggert (April 1988) - ein erster kritischer Blick auf die Geschichte unserer pädagogischen Arbeit.



Für Ihre Rückmeldungen und Fragen zur Heimerziehung der 50er und 60er Jahre in der Ev. Jugendhilfe Schweicheln können Sie sich gern an Herrn Rainer Kröger, Vorstand unseres Trägers, dem Diakonieverbund Schweicheln e. V., wenden (Email: info@diakonieverbund.de).
Mehr Informationen erhalten Sie hier.



Herr Kröger ist als Vorsitzender des Bundesverbandes für Erziehungshilfe e. V. - AFET Teilnehmer am "Runden Tisch", der am 17.02.2009 seine Arbeit in Berlin aufgenommen hat. Einen Artikel (Westfalen Blatt vom 18.02.2009) über den Beginn der Gespräche finden Sie hier. Auf den Seiten des Deutschen Bundestags finden Sie hier weitere Informationen. Ein Interview zum Thema mit Antje Vollmer, der Vorsitzenden des Runden Tisches, können Sie hier lesen (Neue Westfälische vom 28.02.2009).

Mehr Informationen zur Arbeit des Runden Tisches finden Sie hier im Internet.


Seit Januar 2010 liegt der Zwischenbericht des Runden Tisches vor. Sie finden ihn hier.
Im Zwischenbericht heißt es:

"Der Runde Tisch sieht und erkennt, dass insbesondere in den 50er und 60er Jahren auch unter Anerkennung und Berücksichtigung der damals herrschenden Erziehungs- und Wertevorstellungen in den Einrichtungen der kommunalen Erziehungshilfe, der Fürsorgeerziehung und der Freiwilligen Erziehungshilfe jungen Menschen Leid und Unrecht widerfahren ist. Nach den vorliegenden Erkenntnissen hat er Zweifel daran, dass diese Missstände ausschließlich in individueller Verantwortung Einzelner mit der pädagogischen Arbeit beauftragter Personen zurückzuführen ist. Vielmehr erhärtet sich der Eindruck, dass das "System Heimerziehung" große Mängel sowohl in fachlicher wie auch in aufsichtlicher Hinsicht aufwies. Zu bedauern ist vor allem, dass verantwortliche Stellen offensichtlich nicht mit dem notwendigen Nachdruck selbst auf bekannte Missstände reagiert haben. Der Runde Tisch bedauert dies zutiefst."


Am 13. Dezember 2010 wurde der Abschlussbericht des Runden Tisches vorgestellt. Sie finden ihn hier im Netz.


Der Runde Tisch hat eine Anlaufstelle Heimerziehung eingerichtet. Sie erreichen die Anlaufstelle unter folgender Telefonnummer: 030 - 27 57 67 77 .


Aus der Arbeit des Runden Tisches Heimerziehung ist in Übereinkunft von Bund, westdeutschen Bundesländern und Kirchen der Fonds "Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975" hervorgegangen, der zum 1. Januar 2012 errichtet wurde.
Bis zum 31. Dezember 2014 können Anträge auf Leistungen aus dem Fonds gestellt werden.

Die Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung (FUVSS) bietet Betroffenen sexualisierter Gewalt Hilfe im Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung an.


Präses Buß hat für unsere Landeskirche auf der Synode am 15.11.2010 zum Thema Stellung bezogen. Näheres finden Sie hier unter dem Titel "Heimkinder: Westfälische Kirche steht zu ihrer Verantwortung" auf der Internetseite der westfälischen Landeskirche.

Unser Dachverband, die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., hat hier im Netz ebenfalls Informationen zusammen gestellt und bietet eine Beratungsmöglichkeit unter der Telefonnummer 0251 - 2709 265 an.
Hier wird außerdem seit März 2010 eine Anlaufstelle für Missbrauchsopfer organisiert. Diese hilft dabei, dass Opfer Informationen, Beratung und Seelsorge bekommen. Unter der Telefonnummer 0251- 2709 250 ist sie zu erreichen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Als Selbsthilfeorganisation setzt sich das Netzwerk Betroffener
für die Opfer von sexualisierter Gewalt ein:
"Wir zeigen wie zerstörerisch sexualisierte Gewalt auf das gesamte Leben eines Opfers wirkt und wie Umwelt und Familie auf die Offenbarung reagieren."

Die Webseite "Erwachsene Misshandelt als Kinder (EMaK)" will ebenfalls Erwachsene, die als Kinder misshandelt wurden unterstützen.

Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. bietet auf seiner Internetseite viele weitere Informationen.




Was tun wir aktuell zum Schutz der Kinder und Jugendlichen?


Dieser Anspruch ist uns sehr wichtig. Ein gutes Zusammenleben, eine gute Zusammenarbeit, angemessene Nähe und machmal der notwendiger Trost, die richtige Distanz, ein passendes In-den-Arm-nehmen oder die hilfreiche Auseinandersetzung, ein sinnvolles Grenzen-setzen und die Einforderung wichtiger (gesellschaftlicher) Regeln - all dies, und vieles mehr, gehört auf der Basis von Respekt und Achtung zusammen. Im Team - und gemeinsam mit den Kindern bzw. Jugendlichen, ihren Eltern, externen Beratern, etc. - wird dies kontinuierlich, professionell reflektiert.

Und dennoch kann es auch bei uns jederzeit zu Grenzverletzungen kommen.


Gerade deshalb nehmen wir aktuelle oder weiter zurückliegende Beschwerden oder Hinweise sehr Ernst. Bitte scheuen Sie nicht mit uns Kontakt aufzunehmen.
Email: rueckmeldungen@ejh-schweicheln.de

Uns ist dabei die Schwierigkeit - für Institutionen und alle Mitarbeitenden - im Umgang mit dieser grundsätzlichen Möglichkeit von Grenzverletzungen sehr bewusst. Das folgende Zitat beschreibt einen Aspekt dieser Herausforderung sehr treffend:
"Die Tatsache des Vorkommens solcher Übergriffe stellt – ähnlich wie früher den Mythos Familie – nun auch den Mythos der beschützenden Institution in Frage."
Jörg M. Fegert / Mechthild Wolff

Unter dem Punkt "Materialien" dieser Internetseiten finden Sie viele Arbeitsmaterialien unserer Einrichtung, die helfen sollen die Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Ev. Jugendhilfe Schweicheln zu schützen - damit es nicht zu Grenzverletzungen kommt:

Beim WDR Kinderrechtepreis 2008 wurde unser Projekt "Erziehung braucht eine Kultur der Partizipation" als beispielhaft ausgezeichnet. Mehr Informationen zum WDR Kinderrechtepreis 2008 finden Sie hier in der WDR-Broschüre (Seite 22).

Mit unserer "Verhaltensampel" gehören wir beim WDR Kinderrechtepreis 2010 zu den 10 nominierten und ausführlich vorgestellten Projekten. Mehr können Sie hier in der WDR-Broschüre (Seite 14) nachlesen.

Unser Beteiligungsbuch "Ich bin wichtig" wurde beim WDR Kinderrechtepreis 2014 als beispielhaftes Projekt vorgestellt. Mehr können Sie hier in der WDR-Broschüre (Seite 18) nachlesen.
Gewonnen hat den WDR-Kinderrechtepreis 2014 das Projekt Do it! der Diakonie Wuppertal, an dem wir beteiligt sind.

Beim WDR Kinderrechtepreis 2016 wurde im Themenfeld Beschwedemanagement unsere externe Ombudsfrau als nachahmenswertes Projekt ausgezeichnet. Mehr Informationen zum WDR Kinderrechtepreis 2016 finden Sie hier in der WDR-Broschüre (Seite 14).

Mehr Informationen zum Thema "Kinderschutz" finden Sie hier.


Seitenaufrufe: 470


Ralf Mengedoth
Einrichtungsleiter
Claudia Dröll
stellvertr. Einrichtungsleiterin
und pädagogische Leiterin