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Chronologie der Entwicklung in exemplarischen Stichworten

1877
Aus diesem Jahr datiert die erste Eintragung im Aufnahmebuch des Diasporawaisenhauses "Zum guten Hirten" in Bethel bei Bielefeld, ca. 25 km von Schweicheln entfernt.

1878
trat das Preußische Zwangserziehungsgesetz in Kraft, wonach erstmals gegen den Willen der Eltern ein Kind oder Jugendlicher, wenn ihm eine strafbare Handlung nachgewiesen wurde, in die Zwangs- bzw. Anstaltserziehung eingewiesen werden konnte.

1893
wurde aus dem "Guten Hirten" der "Evangelisch kirchliche Erziehungsverein für Minden-Ravensberg e.V."

1901
war die Gründung des "Evangelisch kirchlichen Erziehungsvereins der Provinz Westfalen". Mitglieder des Vereins wurden alle Ev. Kirchengemeinden Westfalens. In diesem Jahr wurde erstmalig das Fürsorgeerziehungsgesetz eingeführt.

1911
erfolgte der Umzug von Bethel nach Schweicheln auf den Eickhof.

1912
baute der Verein ein landwirtschaftliches Erziehungsheim auf dem Homberg für schulentlassene Jungen.1913 folgte der Kauf des Buchenhofes für schulentlassene Jungen.

1921
übernahm der Erziehungsverband Eckart die Aufgabe, die Erziehung in den evangelischen Heimen Westfalens theoretisch zu fundieren.

1924
wurde ein neues Jugendwohlfahrtsgesetz verabschiedet, in dessen Rahmen Jugendämter eingerichtet wurden.

1938
sollte der Erziehungsverein an die Nazis übergeben werden. Es kam zu langwierigen Verhandlungen, bei denen Bodelschwingh eine entscheidende Rolle spielte und erst der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs setzte den Bestrebungen der Nazis ein Ende. Das Heim konnte weiterbestehen.

1945
Nach dem Krieg bemühte sich die Heimleitung mit Bellingrodt jun. ideologischen Ballast abzuwerfen und den autoritären Geist der NS -Zeit zugunsten einer individualistischen Erziehung zu überwinden.

1955
Bau des Claudius-Hauses: 5 Stationen für je 12 Mädchen.

1959 Fertigstellung der Gruppenhäuser auf dem Buchenhof.

1967
Umbenennung des Ev.-kirchlichen Erziehungsvereins für Westfalen in Evangelische Jugendhilfe.

1970
Neubau des Eickhofes in den 70er Jahren. 11 Bungalows, Schulerweiterung und –neubau, Bau eines Verwaltungsgebäudes, der Auferstehungskirche, Turn- und Schwimmbecken und verschiedene Werkstätten.

1978
wurde erstmals reguläre Berufsausbildung in den Werkstätten angeboten.

1980
begann die Dezentralisierung, seit 1995 gibt es nur noch wenige Wohngruppen innerhalb des Geländes. Die weitaus größere Anzahl der Kinder und Jugendlichen wohnt in vom Träger gekauften oder gemieteten Einzelhäusern in der Region.

1981
kommen die ersten externen SchülerInnen in unsere (Heim)Schule.

1986
Beginn der Tagesgruppenarbeit in Schweicheln.

1988
Einrichtung der ersten Westfälischen Erziehungsstellen (heute: Westfälische Pflegefamilien), als erste Einrichtung in Westfalen überhaupt, in enger Kooperation mit dem Landesjugendamt Münster.

1990
Wird die ersten Heilpädagogischen Tagesgruppe für Kinder im Vorschulalter gegründet.

1991
Eröffnung der ersten Kindergartengruppe mit 25 Kindern im Alter von 3 – 6 Jahren. Eine zusätzliche Tagesstätte für 15 Kinder wird eingerichtet. Das Modell des "Ausgelagerten Heimplatzes" für Kinder u. Jugendliche in qualifizierten PädagogInnen - Familien wird erstmals angeboten.

1993
wurde der Träger-Verein umbenannt in Diakonieverbund Schweicheln e. V.
Seitdem ist die Ev. Jugendhilfe Schweicheln Teil eines größeren Jugendhilfeverbundes.

1994
Am 01.01.1994 wechselten unsere (Heim)Schulen für Erziehungshilfe (heute: Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt für emotionale und soziale Entwicklung) in die Trägerschaft des Kreises Herford.
Im selben Jahr wechselte der Fachdienst der sozialpädagogischen Familienhilfe des Vereins "Triangel" zu uns.

1997
begann der erste berufsvorbereitende Lehrgang. Anerkennung der Ausbildungswerkstatt Garten- und Landschaftssbau.

2000
Der Kinderhof Shalom beendet seine Arbeit.

2001
Im Berufspädagogischen Zentrum läuft das Projekt BIOS (Berufliche Integration und Orientierung junger Straffälliger) an.

2003
Mit den Wohngruppen "Nahdran" und "Mittendrin" startet die sozialpsychiatrische Arbeit. Im September wird der Neubau der Metallwerkstatt eingeweiht. Auf Grund des Aufarbeitungsprozesses in der Ev. Jugendhilfe Geltow wird gemeinsam die Broschüre mit dem Titel "Handlungsorientierung bei grenzverletzendem Verhalten von Mitarbeitenden Kindern und Jugendlichen gegenüber" erarbeitet. In allen vier Einrichtungen des Diakonieverbundes beginnt das Modellprojekt "Erziehung braucht eine Kultur der Partizipation".

2004
Im Januar übernimmt die Ev. Jugendhilfe Schweicheln von den Städten Herford, Bünde und Löhne und von dem Kreis Herford die Aufgabe der Schutzstelle/Inobhutnahme. Start der neuen Wohngruppe "Last Minute" für gewaltbereite Jungen.

2006
Die Kita Buchenhof wird zum Familienzentrum. 1. Jahresempfang der Ev. Jugendhilfe Schweicheln. Das Gemeinschaftsbüro Freiwilligenarbeit startet.

2007
Beginn der Arbeit mit suchtmittelerfahrenen Jugendlichen in der Wohngruppe KeepClean.

2008
Individualpädagogisches Angebot in Portugal (Kooperation mit Novo Vèrtice) startet. Auf ihrer Bildungsreise besuchte die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, in Begleitung des Ministerpräsidenten von NRW, Jürgen Rütgers und dem Familienminister von NRW, Armin Laschet, am 22. August 2008 die Ev. Jugendhilfe Schweicheln. In der Kita Buchenhof informierten sie sich über modellhafte Entwicklungen im Bereich der frühkindlichen Bildung.