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Leitbild der Ev. Jugendhilfe Schweicheln

Unsere soziale Arbeit gründet in der Tradition der Diakonie.

Das christliche Menschenbild, das den Menschen als einmaliges Geschöpf Gottes in den Mittelpunkt stellt, bewegt uns zu einem verantwortlichen Handeln in unserer Gesellschaft.

Achtung und Respekt vor der Würde aller Menschen lässt uns Orientierungshilfen bei Sinnkrisen, Bedrohungen, zwischenmenschlichen Konflikten, Konflikten mit der Gesellschaft oder
Konflikten mit sich und der eigenen Lebensgeschichte entwickeln.

Ein Plädoyer...


Die Menschen stärken,
die Sachen klären.


Hartmut von Hentig

Die Schaffung von Rahmenbedingungen für einen gelungenen Entwicklungsprozess bei Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ist unser Anliegen. Wir wollen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenschancen Benachteiligter und von Ausgrenzung bedrohter Menschen leisten.

Unsere Angebote alternativer Lebensräume liegen nahe der realen Lebenswelt mit einem gelungenen Alltag. Sie bieten Perspektiven und sind belastbar. Sie ermöglichen Individualität auf der Basis sozialer
(Gruppen)Erfahrungen.

Denkpause


Als mein Vater
mich zum erstenmal fragte
was ich mal werden will
sagte ich nach kurzer Denkpause
"Ich möchte mal glücklich werden"
Da sah mein Vater sehr unglücklich aus
aber dann bin ich doch was Anderes geworden
und alle waren mit mir zufrieden.


Liselotte Rauner aus "Schleifspuren"

Unser "Produkt" entsteht immer erst im Augenblick der Begegnung zwischen uns und den Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Diesen Prozess zu ermöglichen und zu stützen, ist Aufgabe der gesamten Organisation.

Hierfür gibt es überschaubare Einheiten, die für ihre Aufgabenstellung alle notwendigen Kompetenzen haben, die aber auch in Rückkopplung und Überprüfungsstrukturen eingebunden sind.

Ziel ist : Das Ganze soll mehr sein als die Summe seiner einzelnen Teile.

Wert-Erfahrungen


Denn der Respekt der Jugendlichen vor dem Leben anderer, dem Leben als solches, ist in hohem Maße an die Erfahrung gebunden, dass ihr eigenes Leben, physisch ihr Körper, psychisch und sozial ihre Person, respektiert werden, Anerkennung erfahren und also "Wert" sind.

Jutta Standop

Gesicherte Kommunikationsstrukturen dienen dem offenen fachlichen Austausch, der gegenseitigen Information und der Einflussnahme durch Argumente auf die Organisation bei klaren Entscheidungsstrukturen.

Als lernende Organisation nehmen wir fachliche Diskussionen auf, um Zukunftsentwicklungen zu erfassen und unsere Arbeit kontinuierlich zu überprüfen.

Kinder lernen, was sie erleben


Wenn ein Kind mit Kritik lebt, lernt es zu verdammen.
Wenn ein Kind mit Feindseligkeit lebt, lernt es zu kämpfen.
Wenn ein Kind mit Spott lebt, lernt es schüchtern zu sein.
Wenn ein Kind mit Scham lebt, lernt es, sich schuldig zu fühlen.
Wenn ein Kind mit Toleranz lebt, lernt es, geduldig zu sein.
Wenn ein Kind mit Ermutigungen lebt, lernt es Zuversicht.
Wenn ein Kind mit Lob lebt, lernt es wertzuschätzen.
Wenn ein Kind mit Fairneß lebt, lernt es Gerechtigkeit.
Wenn ein Kind mit Sicherheit lebt, lernt es, Glauben zu haben.
Wenn ein Kind mit Bestätigung lebt, lernt es, sich selbst zu mögen.
Wenn ein Kind mit Zustimmung und Freundschaft lebt, lernt es, Liebe in der Welt zu finden.


Guthrie Castle, Schottland

In einer Gesellschaft, die geprägt ist von steigender Komplexität und Unsicherheit, braucht soziale Arbeit Ziele, die geprägt sind von grundlegenden Orientierungen, Erfahrungen und Werten.

Achtung, Respekt und Wertschätzung, sich in die Lage von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien hineinzuversetzen, Wünsche zu bedenken und ihre Hoffnungen ernstzunehmen - all dies verlangt von uns Rückkopplungsprozesse in die Gesellschaft hinein. Dem stellen wir uns.

Konkreter Auftraggeber und Partner unserer Arbeit sind nicht nur die einzelnen Menschen bei uns, sondern auch unsere Gesellschaft und ihre Institutionen.

Als professionelles Angebot realisiert sich unsere Arbeit notwendigerweise in einem weiteren Spannungsfeld: Zwischen materiellen Erfordernissen und Möglichkeiten sowie unseren pädagogischen Idealvorstellungen.

Wir sind ein diakonisches Unternehmen.

  • Mit Diskrepanzen zu leben, ohne den Mut zu verlieren, sie zu verkleinern.
Grenzen setzen- Grenzen achten


Wer nicht Nein sagen kann, wird krank.
Wer immer allen Erwartungen nachkommen will, wird seine Grenzen bald schmerzhaft spüren.
Aber nur wer seine eigene Mitte hat, kann auch über seine eigenen Grenzen hinauswachsen.
Und nur wer um seine Grenzen weiß, kann auf den anderen zugehen und ihm wirklich begegnen.


Anselm Grün
  • Modelle und Ideale nicht mit den Realitäten zu verwechseln.
  • Nicht nach dem Unerreichbaren zu streben und dabei die Verwirklichung des Möglichen zu verhindern

aber auch:

  • Utopien als Ziele und Orientierungspunkte zu erhalten.
  • "Schmerzgrenzen" heraus finden.

Auch hierbei helfen uns unser christliches Menschenbild, Austausch und Kommunikation, unseren Weg gemeinsam
immer wieder neu zu finden.

Veränderung


Ich kann die Welt nicht verändern,
aber einen einzelnen Menschen, mich selber.


Karlheinz Böhm

Probleme sind unsere Arbeit und gerade deshalb geht es auch um Spaß, Humor und Lebensfreude.

Freundlich und neugierig auf Menschen zuzugehen, sie in ihrem Selbstverständnis und ihren Möglichkeiten zu respektieren, ist unser Wunsch und Bemühen.

Der Mensch kann nicht völlig unabhängig handeln, er ist zur
Kooperation und Kommunikation gezwungen.

Beteiligung


Erkläre mir und ich vergesse.
Zeige mir und ich erinnere.
Lass es mich tun und ich verstehe.


wird Laotse zugeschrieben

Dies gilt auch in von Menschen gestalteten Organisationen.

Soziale Fragen brauchen soziale Antworten - keine technischen Lösungen.