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Verselbstständigungsprojekt Mittendrin
Mittendrin
32257 Bünde
Tel 05223 - 653673
Fax 05223 - 4930747
eMail Mittendrin
Angebot:

Regelangebot

Aufnahmealter ab 16 Jahre bis 27 Jahre
Plätze 12 Jugendliche und junge Erwachsene (12 Einzelzimmer in 4 Wohnungen und zusätzlich 2 Trainingswohnungen)
Teamkoordination Herr Tholen
MitarbeiterInnen Frau Brandauer, Frau Düsterhöft, Herr Ganguin, Frau Heide, Frau Höhner, Frau Koch, Frau Lackner, Herr Schröder
Gesetzliche Grundlage SGB VIII §34, §35a und SGB XII §53ff
Finanzierung Regelangebot : 159,70 € pro Tag
Stellenschlüssel 1:2
Bereichsleitung:
Frau Scharfenstein
Tel.: 05221 - 960 969

Mobil: 01520 9080442
eMail an Frau Scharfenstein

Co-Beratung:
Frau Meyer zur Heide
Mobil: 01520 9080455
eMail an Frau Meyer zur Heide

Mittendrin & Nahdran

Zwei sozialpsychiatrische Jugendhilfeangebote mit verschiedenen Konzeptionen für Jugendliche und junge Erwachsene, die im Sinne von § 35a SGB VIII an einer seelischen Behinderung leiden oder von solch einer bedroht sind (§§ 34 und 41 SGB VIII). In Verbindung mit dem SGB IX haben diese Angebote einen rehabilitativen Schwerpunkt. Aufnahmen über den § 34 oder den § 41 SGB VIII sowie Maßnahmen des Landschaftverbandes (Eingliederungshilfe) nach § 53ff SGB XII sind möglich. „Mittendrin“ (Betreuungsschlüssel: 1:2) und „Nahdran“ (1:1,26) bieten unterschiedliche intensive Hilfsangebote.

Mittendrin Gruppenprofil:

11 Plätze für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 27 Jahren mit einer psychiatrischen Auffälligkeit und einem Betreuungsbedarf

Zielgruppe:

Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 27 Jahren mit

  • psychosomatischen Erkrankungen, wie Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas),
  • psychischen Erkrankungen,
  • Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline-Störungen),
  • neurotischen Erkrankungen,
  • Psychoseerfahrungen
  • oder besonderem Betreuungsbedarf in einem Verselbständigungsprojekt

sollen mit diesem Angebot erreicht werden.

Die Maßnahmen bieten (unter anderem) den jungen Menschen eine Perspektive im Anschluss an eine stationäre Behandlung in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Erwachsenenpsychiatrie, einer sozialpsychiatrischen Rehamaßnahme oder der Wohngruppe Nahdran, wenn eine Entlassung in das ursprüngliche Umfeld nicht sinnvoll ist und der Weg in die Selbständigkeit noch eine Überforderung darstellt. Die Maßnahme ist auch geeignet, einen psychiatrischen Aufenthalt abzuwenden. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die wir aufnehmen, müssen bereit sein, sich für eine Mitarbeit zu öffnen, um für sich neue positive Lebensperspektiven zu entwickeln. Die Aufnahme muss einen rehabilitativen Erfolg in Aussicht stellen, deswegen können akut Suizidgefährdete und Drogenabhängige nicht aufgenommen werden.

Haus:

  • Mietshaus mit 9 Wohneinheiten, von denen Mittendrin 6 Wohnungen nutzt;
  • Erdgeschoß: ein Geschäft der Fußgängerzone,
  • Dienstwohnung mit Büro, Beratungsräumen und Küche,
  • 1 Wohnung mit 4 Einzelzimmern,
  • 1 Wohnungen mit 3 Einzelzimmern,
  • 1 Wohnung mit 2 Einzelzimmern,
  • 1 Trainingswohnung im Haus,
  • 1 Trainingswohnung ein paar Häuser weiter,
  • Im gleichen Haus noch eine Trainingswohnung mit 2 Einzelzimmer,
  • jede Wohnung hat ein Badezimmer, eine Küche und einen Gemeinschaftsraum,
  • Waschkeller,
  • (der Musikraum in Nahdran kann mit genutzt werden).

Ort:

  • Bünde – Kleinstadt, 40 000 Einwohner, mit guter übersichtlicher Infrastruktur,
  • im Zentrum – direkt an der Fußgängerzone.

MitarbeiterInnen:

  • 2 SozialarbeiterInnen mit unterschiedlichen Stellenanteilen
  • 6 ErzieherInnen mit unterschiedlichen Stellenanteilen

Leitung und Beratung:

  • Bereichssleiterin - auch für die sozialpsychiatrische Intensivwohngruppe „Nahdran“ und das Schulprojekt „Blau Pause“ zuständig,
  • Psychologin - Einzelgespräche, Familiengespräche, Begleitung der BezugsmitarbeiterInnenarbeit – Teamgespräche und Gespräche mit Jugendlichen und Bezugsperson (19,5 Stunden pro Woche für diese beiden Projekte),
  • psychiatrische Fachberatung durch die psychiatrische Ambulanz und niedergelassene Psychiater,
  • externe Fallsupervision.

Begleitung und Therapie:

  • Bezugspersonensystem (jede pädagogische MitarbeiterIn begleitet 2-4 Jugendliche),
  • wöchentliche oder monatliche Gespräche mit der Psychologin,
  • Familiengespräche mit Psychologin oder Bereichsleitung und Bezugsperson,
  • Elterntraining bei regionalem Wohnort (nach gemeindepsychiatrischen Gesichtspunkten),
  • Arztbegleitung,
  • zeitweise 1 Gruppengespräch in der Woche,
  • 2 x in der Woche Kochgruppe,
  • angeleitete hauswirtschaftliche Arbeiten, Einkaufen, Kochen und Hausputz,
  • gemeinsame Ferienfreizeit,
  • kleine Haustiere (Meerschweinchen, Hamster,…) dürfen mit Vertrag gehalten werden,

Gruppenangebote in Kooperation mit der Wohngruppe Nahdran:

  • Fertigkeitentraining DBT für Jugendliche,
  • Esstraining bei Adipositas, Bulemie und Anorexie,
  • Soziales Kompetenztraining bei sozialen Unsicherheiten
  • oder Pegasusprogramm (Psychoserückfallprophylaxe
  • 1 - 2 Gruppengespräche in der Woche,
  • in Einzelfällen werden am Anfang die Themen in Einzelsitzungen erarbeitet.

Weitere Angebote in Kooperation mit der Wohngruppe Nahdran:

  • Musik-, Einzel- und Gruppenangebote,
  • Sportangebote, wie Fahrrad fahren, Inliner fahren, schwimmen gehen, joggen, mittwochs Hallennutzung,
  • vormittags Kochgruppe in Nahdran.

Kooperation mit dem Schulprojekt Blau Pause

  • 400 m entfernt,
  • Tagesstruktur mit einem schulähnlichen Alltag,
  • Wiedereingliederung in eine Regelschule,
  • Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluss oder berufliche Orientierung.

Kooperation mit der Machmitwerkstatt

  • Tagesstruktur,
  • Vertiefung handwerklicher Fähigkeiten,
  • Gartengestaltung oder kleine Handwerksaufträge
  • berufliche Integration.

Aufnahmeverfahren

  1. Kontaktaufnahme zur Leitung.
  2. Terminabsprache für ein erstes Informationsgespräch mit allen Beteiligten.
  3. Können alle Seiten sich eine Zusammenarbeit vorstellen, wird bei „Mittendrin“ der junge Mensch vor einem möglichen Einzug zu weiteren Einzelgesprächen, Gruppen- und WG-Gesprächen eingeladen. Eigeninitiative ist für diese Wohnform wichtig.
  4. Eine Entscheidung fällt im gemeinsamen Hilfeplangespräch oder in der Hilfeplankonferenz des Kreises Herford. Vor jeder Aufnahme (auch Probewohnen) muss eine Kostenzusage eines Kostenträgers vorliegen.